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Raucherentwöhnung

Bei der Raucherentwöhnung handelt es sich um ein gesprächstherapeutisches Verfahren, welches den Raucher bei der Aufgabe des Rauchens mit Hilfe einer sogenannten Neukonditionierung unterstützen soll.

Damit jedoch eine Neukonditionierung erfolgen kann, muss davon ausgegangen werden, dass das Rauchen eine Reaktion auf einen Stimulus ist und somit "erlernt" wurde.

Der Reiz und die Attraktivität des Rauchens wird zunächst durch soziale Bedingungen ausgelöst. Vorbilder und Assoziationen mit Freiheit und Selbstbestimmung sind insbesondere für Jugendliche ein Stimulus und hier muss ein Umlernen erfolgen.

Hintergrundinformationen

Darüber hinaus ist die Funktion des Suchtstoffes Nikotin und der Einfluss auf den humanen Organismus zu beachten. Besonders problematisch ist die Toleranzentwicklung beim Nikotin, da die benötigte Menge zur Erreichung des gleichen Zustandes wie zu Beginn des Suchtverhaltens nur durch eine verstärkte Aufnahme erreicht werden kann.

Neben dem Effekt der Gefäßverengung führt die Substanz zu einer Steigerung des Wohlbefindens, der Wachheit und der Reduktion von Ängsten. Außerdem wird das Hungergefühl signifikant reduziert, so dass besonders junge Frauen die Zigarette zur Gewichtsreduktion einsetzen.

Besonders problematisch ist jedoch die Ausschüttung von Hormonen, zum Beispiel Serotonin und Dopamin, die unter anderem Glücksgefühle hervorrufen. Diese positiven Effekte des Rauchens müssen jedoch vom behandelnden Therapeuten in Kontext mit den Nachteilen gesetzt werden, um eine Beendigung des Suchtverhaltens zu erreichen.

Hierzu werden die Entzugssymptome thematisiert, zu denen unter anderem ein starkes Rauchverlangen, Reizbarkeit, Unruhe, Frustration, Ärger, negative Stimmung, Angst und Schlafstörung gehören.

Unser Therapiekonzept

Unter diesen Gesichtspunkten ist eine Tabakentwöhnung als Einzeltherapie in der Sprechstunde oder als motivierende Gruppentherapie hervorragend geeignet und erfolgversprechend.

Die Basis der Therapie besteht darin, den Raucherstatus zu erfragen, den Suchtgrad zu erfassen, zum Rauchstopp zu motivieren, die Entwöhnung zu terminieren und einzuleiten, ggf. medikamentöse Unterstützung festzulegen und den Erfolg zu stabilisieren. 

Durch Lungenfunktionsprüfungen und körperliche Untersuchung sowie Erfragen der Krankheitsgeschichte werden schon entstandene gesundheitliche Schäden festgestellt und Behandlungsoptionen besprochen.

In der Regel umfasst die Behandlung zwischen drei und zehn Terminen. Das Grundprinzip der Gruppentherapie mit dem wichtigen Aspekt der gegenseitigen sozialen Unterstützung und des Austausches, variiert nur leicht von der Einzelintervention.

In der ersten Phase der Therapie wird die Motivation determiniert und gefördert. Als Maßnahmen der ersten Phase können beispielsweise die Vorteilsbegründung für ein Beenden des Suchtverhaltens oder eine Bilanzierung zur Entscheidungsfindung genannt werden.

In der zweiten Phase der Therapie liegt der Behandlungsfokus auf Selbstkontrollmethoden, die der Sicherstellung dienen, dass kein Rückfall in das Suchtverhalten erfolgen kann. Hierzu dient unter anderem die Vermeidung von Settings (Situationen), die den Patienten zum Rauchen verleiten könnten. Auch Alternativen zum Rauchen werden in der zweiten Phase genannt und evaluiert (bewertet).

Die dritte Phase der Therapie dient hauptsächlich der Stabilisierung des erlernten Verhaltensmusters. Die Rauchfreiheit soll zum Beispiel durch sportliche Aktivitäten unterstützt werden.

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